- Kurz & ehrlich
- Überblick: Wo ist Shisha erlaubt?
- Shisha in der Mietwohnung
- Shisha auf dem Balkon (BGH)
- Kohle, Funkenflug & Brandgefahr
- Eigentum & WEG
- Ferienwohnung & Airbnb
- Hotel & Nichtraucherzimmer
- Verfärbte Wände & Kaution
- Kohlenmonoxid: die echte Gefahr
- Kohlefrei: Shisha ohne CO-Risiko
- Häufige Fragen
Kurz & ehrlich: In der eigenen Wohnung und auf dem eigenen Balkon ist Shisha rauchen grundsätzlich erlaubt – es gehört zum vertragsgemäßen Gebrauch (§ 535 BGB). Grenzen setzt vor allem die Rücksicht auf die Nachbarn: Bei wesentlicher Belästigung kann ein Gericht eine Zeitfenster-Regelung verlangen (BGH, Az. V ZR 110/14). In Ferienwohnung, Airbnb und Hotel entscheidet dagegen der Anbieter per Hausregel – dort ist Rauchen meist verboten und löst Schadensersatz aus. Das größte praktische Risiko drinnen ist nicht die Verfärbung der Wand, sondern Kohlenmonoxid: Es ist unsichtbar, geruchlos und wird von normalen Rauchmeldern nicht erkannt. Wichtig: Dieser Text ist allgemeine Information, keine Rechtsberatung – im Streitfall kommt es immer auf den Einzelfall an.

„Darf ich überhaupt Shisha in der Wohnung rauchen? Und was ist mit dem Balkon, wenn der Nachbar sich beschwert?“ Das sind zwei der häufigsten Fragen rund um die Wasserpfeife – und die Antworten sind erstaunlich konkret, weil deutsche Gerichte sie längst geklärt haben. Wir haben die echte Rechtslage zusammengetragen: Gesetzestexte, BGH-Urteile und Behörden-Empfehlungen, sauber nach Wohnform sortiert. Dazu die ehrlichen Praxisthemen, die kein Gesetz beantwortet: Verfärben sich die Wände? Was kostet es, im Hotel zu rauchen? Wie gefährlich ist Kohlenmonoxid wirklich?
Überblick: Wo ist Shisha rauchen erlaubt?
Die kurze Antwort hängt vor allem davon ab, wem die Räume gehören und ob du jemanden störst. In den eigenen vier Wänden bist du am freiesten, in fremden Unterkünften am stärksten gebunden. Diese Tabelle fasst die Lage zusammen – die Details stehen in den Abschnitten darunter:
| Wohnform / Ort | Shisha erlaubt? | Wer entscheidet? | Folge bei Verstoß |
|---|---|---|---|
| Eigene Mietwohnung (innen) | Ja – vertragsgemäßer Gebrauch | Gesetz (§ 535 BGB); Verbot nur per Individualvereinbarung | Nur bei wirksamem Verbot: Abmahnung, ggf. Kündigung |
| Eigener Balkon (Miete/Eigentum) | Ja, mit Rücksichtnahme | §§ 906, 1004 BGB + Rücksichtnahmegebot; im Streit das Gericht | Bei wesentlicher Störung: Zeitfenster-Regelung, Unterlassung |
| Eigene Eigentumswohnung (Sondereigentum) | Ja | Art. 2 GG; § 14 WEG (Rücksichtnahme) | Bei Störung Einzelner: Unterlassung / Zeitregelung |
| Gemeinschaftsflächen (Treppenhaus, Flur, Aufzug) | Meist verboten | Eigentümergemeinschaft / Hausordnung (§ 19 WEG) | Verstoß gegen Hausordnung |
| Ferienwohnung / Airbnb | Nur wenn ausdrücklich erlaubt | Gastgeber (Hausregeln / Vertrag) | Schadensersatz, Einbehalt der Kaution |
| Hotelzimmer (Nichtraucher) | Nein (vertraglich) | Hotel (Hausrecht / Beherbergungsvertrag) | Schadensersatz, fristlose Kündigung |
| Hotel-Lobby, Bar, Restaurant | Nein | Landesnichtraucherschutzgesetz | Bußgeld + Hausrecht |
| Shisha-Bar / Gastronomie | Teilweise (Sonderregeln) | Landesnichtraucherschutzgesetz | Auflagen/Bußgeld; Zutritt erst ab 18 |
Shisha in der Mietwohnung: grundsätzlich erlaubt
Rauchen – und damit auch Shisha-Rauchen – zählt nach gefestigter Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zum vertragsgemäßen Gebrauch der Mietwohnung nach § 535 Abs. 1 BGB. Der Vermieter kann es dir in deiner Wohnung also nicht ohne Weiteres verbieten. Normale, durch das Wohnen entstehende Gebrauchsspuren – dazu zählen auch übliche Rauchspuren – musst du nach § 538 BGB nicht ersetzen.
Rauchverbot im Mietvertrag – wirksam oder nicht?
Hier kommt es auf die Art der Klausel an:
- Standard-/Formularvertrag (AGB): Ein generelles, vorformuliertes Rauchverbot benachteiligt den Mieter unangemessen und ist nach AGB-Recht in der Regel unwirksam.
- Individuell ausgehandelte Vereinbarung: Wird das Rauchverbot ausdrücklich einzeln vereinbart (nicht nur Kleingedrucktes), kann es wirksam sein. Verstößt du dann dagegen, kann das im Extremfall eine Kündigung rechtfertigen.
- Hausordnung: Sie darf das Rauchen im Treppenhaus und in Gemeinschaftsflächen regeln oder verbieten – nicht aber in deiner Wohnung selbst.
Shisha wird dabei rechtlich wie sonstiger Tabakrauch behandelt – ein Spezialgesetz oder ein eigenes Shisha-Urteil gibt es nicht. Weil eine Session aber länger dauert und intensiver riecht als eine einzelne Zigarette, kann die Schwelle zur Rücksichtnahme gegenüber Nachbarn im Einzelfall schneller erreicht sein (dazu gleich mehr).
Shisha auf dem Balkon: das sagt der BGH

Der Balkon ist der Klassiker für Nachbarschaftsstreit – und genau dazu gibt es ein Grundsatzurteil: BGH, Urteil vom 16.01.2015, Az. V ZR 110/14. Es ging um Zigarettenrauch zwischen zwei Mietparteien, dessen Grundsätze gelten aber sinngemäß auch für Shisha. Der rechtliche Hebel sind die Immissions-Vorschriften des BGB (§§ 906, 1004 und – zwischen Mietern – § 862 BGB): Tabakrauch ist eine „Immission“, gegen die man sich unter bestimmten Voraussetzungen wehren kann.
Wann muss der Nachbar dulden – wann nicht?
Entscheidend ist der Begriff der „wesentlichen Beeinträchtigung“ (§ 906 BGB). Der Maßstab ist nicht das subjektive Empfinden des Gestörten, sondern das eines verständigen durchschnittlichen Menschen. Feste Grenzwerte für Rauch und Geruch gibt es nicht – es bleibt eine Einzelfallabwägung nach Art, Intensität, Häufigkeit und Tageszeit. Daraus folgt:
- Nur unwesentliche Belästigung → der Nachbar muss sie dulden, kein Unterlassungsanspruch.
- Wesentliche Beeinträchtigung → es kollidieren zwei Rechte (deine Freiheit, auf dem Balkon zu rauchen, und das Recht des Nachbarn auf unbelästigte Nutzung). Keines hat absoluten Vorrang.
- Nachgewiesene konkrete Gesundheitsgefährdung → die Einwirkung ist stets wesentlich und nicht zu dulden.
Die „Zeitfenster“-Lösung
Bei wesentlicher Störung läuft es laut BGH im Regelfall auf eine Gebrauchsregelung nach Zeitabschnitten hinaus: Dem gestörten Nachbarn sind Zeiten freizuhalten, in denen er den Balkon rauchfrei nutzen kann, dem Raucher werden Zeiten zum Rauchen eingeräumt. Feste bundesweite Uhrzeiten gibt der BGH bewusst nicht vor – das ist Sache des Einzelfalls. Instanzgerichte haben die Schwelle unterschiedlich beurteilt: Das LG Hamburg (Az. 311 S 92/10) sah bei intensivem Rauchen sogar eine Mietminderung von 5 % gegenüber dem Vermieter als gerechtfertigt an.
Kohle, Funkenflug & Brandgefahr auf dem Balkon
Anders als die Zigarette arbeitet die Shisha mit offener, glühender Kohle (rund 250–400 °C). Bei Wind besteht ein reales Funkenflug- und Brandrisiko. Und hier verschiebt sich die rechtliche Bewertung: Fallen glühende Kohlestückchen, Funken oder Asche auf den Nachbarbalkon und verursachen dort Schäden (Brandlöcher in Markise, Polster, Wäsche), geht es nicht mehr um die Duldung einer „unwägbaren“ Immission.
Funkenflug und Feuer gelten zivilrechtlich als sogenannte Grobimmissionen, die der Nachbar regelmäßig nicht dulden muss. Daraus können mehrere Ansprüche entstehen: Beseitigung und Unterlassung (§ 1004 BGB), bei Verschulden – auch Fahrlässigkeit – Schadensersatz (§ 823 BGB) und unter Umständen ein verschuldensunabhängiger nachbarrechtlicher Ausgleichsanspruch (analog § 906 Abs. 2 S. 2 BGB). Dass dieser Ausgleichsanspruch auch Feuer/Funkenflug erfasst, hat der BGH bestätigt (Urteil vom 09.02.2018, Az. V ZR 311/16, zu Brandschäden durch übergreifendes Feuer).
Eigentumswohnung & eigenes Haus: Wer darf was?
Im eigenen Haus bist du am freiesten – Grenzen setzt nur das Nachbarrecht. Rauch, Gerüche und Ruß muss der Nachbar nach § 906 BGB dulden, solange sie seine Grundstücksnutzung nicht oder nur unwesentlich beeinträchtigen. Gelegentliches, ortsübliches Rauchen oder Grillen ist als sozialadäquat hinzunehmen; erst häufige, intensive oder dauerhafte Belastung kann einen Unterlassungs- oder Ausgleichsanspruch auslösen.
Eigentumswohnung (WEG): Sondereigentum vs. Gemeinschaft
Das Rauchen in der eigenen Eigentumswohnung (Sondereigentum) ist Ausdruck der allgemeinen Handlungsfreiheit (Art. 2 Abs. 1 GG) und grundsätzlich erlaubt – ein höchstrichterliches Urteil, das das Rauchen in der eigenen Privatwohnung verbietet, gibt es nicht. Wichtig ist die Abgrenzung:
- Sondereigentum (deine Wohnung): Ein generelles Rauchverbot per Mehrheitsbeschluss wäre mangels Beschlusskompetenz nichtig (§§ 19, 23 WEG). Die Gemeinschaft kann dir das Rauchen in der eigenen Wohnung also nicht einfach „wegstimmen“.
- Gemeinschaftseigentum (Treppenhaus, Flur, Aufzug, Gemeinschaftsräume): Hier darf die Eigentümergemeinschaft per Hausordnung/Mehrheitsbeschluss ein Rauchverbot festlegen (§ 19 WEG).
- Rücksichtnahme: Auch als Eigentümer musst du dein Sondereigentum so nutzen, dass anderen kein Nachteil über das unvermeidliche Maß hinaus entsteht (§ 14 WEG). Bei wesentlicher Störung gilt – wie beim Balkon – das Zeitfenster-Modell; Instanzgerichte haben im Einzelfall sogar Balkon-Rauchverbote ausgesprochen (z. B. LG Frankfurt a. M., Az. 2-09 S 71/13; AG München, Az. 485 C 28018/13 WEG).
Shisha in Ferienwohnung & Airbnb
Hier kippt das Bild: In einer Ferienwohnung oder einem Airbnb mietest du Räume nur zum vorübergehenden Gebrauch (§ 549 Abs. 2 Nr. 1 BGB). Der Wohnraum-Mieterschutz, der dir in der eigenen Mietwohnung so viel Freiheit gibt, gilt hier gerade nicht. Was erlaubt ist, bestimmt der Gastgeber über die Hausregeln und den Vertrag – nicht das Gesetz.
- Hausregeln entscheiden: Steht in der Anzeige bzw. den Hausregeln „Rauchen nicht erlaubt“ (auf Plattformen meist klar gekennzeichnet), ist auch Shisha tabu. Erlaubt ist es nur, wenn der Gastgeber es ausdrücklich gestattet.
- Verstoß = Vertragsverletzung: Du haftest für tatsächlich entstandene Schäden – Sonderreinigung, Geruchsentfernung aus Textilien, im Extremfall Renovierung. Plattformen wickeln solche Forderungen häufig über ihre Schadensregeln ab; eine hinterlegte Kaution kann einbehalten werden.
- Nichtraucherschutzgesetz? Greift hier nicht – die Landesnichtraucherschutzgesetze betreffen öffentlich zugängliche Räume und die Gastronomie, nicht die private Vermietung. Maßgeblich ist das Vertragsrecht.
Shisha im Hotel: Nichtraucherzimmer & die Folgen
Beim Hotel muss man zwei Bereiche trennen:
- Öffentliche Bereiche (Lobby, Bar, Restaurant, Tagungsräume): Hier gilt das jeweilige Landesnichtraucherschutzgesetz – Nichtraucherschutz ist Ländersache, die Regeln unterscheiden sich. Manche Länder beziehen ausdrücklich auch Wasserpfeifen und E-Zigaretten ein (Baden-Württemberg etwa seit dem 1. Juni 2026 in der Gastronomie).
- Das Gästezimmer: Es ist ein privater, dir überlassener Raum und fällt nicht unter das gesetzliche Rauchverbot. Ob du rauchen darfst, bestimmt das Hotel über sein Hausrecht und den Beherbergungsvertrag. In einem als Nichtraucherzimmer gekennzeichneten Zimmer ist Rauchen damit vertraglich untersagt.
Was kostet Rauchen im Nichtraucherzimmer?
Rechtsgrundlage ist die Vermietung zum vorübergehenden Gebrauch (§ 549 BGB). Übliche Abnutzung ist mit dem Übernachtungspreis abgegolten (§ 538 BGB) – vertragswidriges Rauchen in einem Nichtraucherzimmer ist das aber gerade nicht. Folgen:
- Schadensersatz für den tatsächlich entstandenen Schaden (Sonderreinigung, Geruchsentfernung, Mietausfall, bis die Aufbereitung erledigt ist – oft 1–3 Tage).
- Fristlose Kündigung des Beherbergungsvertrags möglich (§ 543 BGB) – das Hotel darf dich „hinauswerfen“.
- Aber: Eine starre Reinigungspauschale in den AGB ist unwirksam, wenn sie dir nicht den Nachweis erlaubt, dass kein oder ein geringerer Schaden entstanden ist (§ 309 Nr. 5 BGB; AG Bremen, Urteil vom 12.06.2015, Az. 7 C 334/14, zu 150 € „Sonderreinigung“). Den konkret nachgewiesenen Schaden kann das Hotel aber weiterhin verlangen – eine „Strafe“ darf es nicht erheben.
Verfärbte Wände & Kaution: Wer zahlt bei Rauchschäden?
Die ehrliche Antwort vorweg: Ja, Tabakrauch kann Wände und Decken mit der Zeit vergilben lassen und sich in Tapeten, Putz und Textilien festsetzen. Bei der Shisha passiert das in der Regel langsamer als beim ständigen Zigarettenrauchen – der Tabak verglüht nicht direkt, pro Session schlägt sich weniger nieder als bei Kettenrauchen. Ausgeschlossen ist es aber nicht: Bei häufiger Nutzung in schlecht gelüfteten Räumen können sich über die Zeit Geruch und Niederschlag bemerkbar machen.
Rechtlich ist die Linie des BGH klar (Urteil vom 05.03.2008, Az. VIII ZR 37/07):
- Solange sich rauchbedingte Verfärbungen durch normale Schönheitsreparaturen (Überstreichen, Tapezieren) beseitigen lassen, sind sie vertragsgemäßer Gebrauch – kein gesonderter Schadensersatz.
- Erst wenn der Rauch so tief in die Substanz eingezogen ist, dass normale Schönheitsreparaturen nicht mehr reichen (z. B. eine Nikotinsperre/Isolierfarbe nötig wird), haftet der Mieter für den Mehraufwand.
- Die Kaution darf der Vermieter nur für solche tatsächlichen, über Schönheitsreparaturen hinausgehenden Schäden einbehalten – nicht für normale Gebrauchsspuren.
Kohlenmonoxid: die echte Gefahr in Innenräumen

Das wichtigste Sicherheitsthema beim Shisha-Rauchen in der Wohnung ist nicht die Wandverfärbung, sondern Kohlenmonoxid (CO). Beim Verglühen der Kohle entsteht durch unvollständige Verbrennung CO – dasselbe Gas, das auch das Grillen mit Grillkohle in Innenräumen so gefährlich macht. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) stellt klar: Wasserpfeifenraucher nehmen sogar wesentlich mehr Kohlenmonoxid auf als Zigarettenraucher.
Warum CO so tückisch ist
Kohlenmonoxid ist farb-, geruch- und geschmacklos und reizt nicht – der Körper zeigt keine Warnreaktion. Deshalb gilt es als „silent killer“: Selbst gefährliche Konzentrationen nimmt man nicht wahr. CO bindet weit stärker an den roten Blutfarbstoff als Sauerstoff und verdrängt diesen im Blut. Symptome sind unspezifisch – Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Müdigkeit – und werden leicht fehlgedeutet. In geschlossenen, schlecht belüfteten Räumen kann es zur akuten CO-Vergiftung kommen; Kliniken behandeln solche Fälle regelmäßig (das Universitätsklinikum Düsseldorf etwa rund 40 Shisha-bedingte Fälle allein im Jahr 2017).
1. Ein normaler Rauchmelder erkennt CO nicht. Er reagiert nur auf Rauchpartikel. Vor Kohlenmonoxid warnt nur ein separater CO-Melder (Norm EN 50291) – montiert auf Atem-/Kopfhöhe, nicht an der Decke.
2. Lüften allein reicht oft nicht. Behörden betonen, dass Fensterlüften die CO-Gefahr nicht zuverlässig bannt – mit Kohle gehört die Shisha am besten ins Freie.
3. Bei Symptomen sofort handeln: Rauchen stoppen, Fenster auf, Raum verlassen, im Verdachtsfall die Feuerwehr (112) rufen.
Besonders vorsichtig sein sollten Schwangere, Menschen mit Herz-Kreislauf- oder Lungenerkrankungen und Kinder – für sie ist die CO-Belastung besonders riskant. Übrigens: Für gewerbliche Shisha-Bars gelten längst strenge Auflagen (Lüftungsanlagen, fest installierte CO-Warngeräte, Arbeitsplatz-Grenzwerte). In der Privatwohnung gibt es solche Pflichten nicht – die physikalische Gefahr ist aber dieselbe. Mehr zu den Schadstoffen im Detail liest du im Guide Ist Shisha rauchen schädlich?, mehr zur Kohle im Guide Shisha-Kohle richtig anzünden.
Kohlefrei heizen: Shisha ohne das CO-Risiko der Kohle
Genau hier setzt das kohlefreie, elektrische Heizen an – und das ist nicht nur Marketing, sondern behördlich bestätigt. Der gemeinsame Bericht der Landesbehörden zu CO-Vergiftungen hält ausdrücklich fest: „Die Entstehung von Kohlenmonoxid aus den Kohlen wird bei der elektrischen Betriebsweise vermieden.“ Einige Kommunen lassen Shisha-Betriebe ohne aufwändige Lüftung sogar nur noch mit elektrischen Heizköpfen zu.
Ein elektrischer Shisha-Kopf (e-HMD) wie der XKAH Pro ersetzt die glühende Kohle durch ein elektrisch geregeltes Heizelement. Das bedeutet konkret:
- Kein Kohle-Kohlenmonoxid – die häufigste Ursache akuter Vergiftungen entfällt. Ein klarer Vorteil gerade in der Wohnung.
- Keine glühende Kohle, kein Funkenflug, keine Asche – das entschärft das Brand- und Funkenflug-Thema auf dem Balkon.
- Weniger Rauch-/Geruchsquelle – ohne verglühende Kohle und Anzünder schlägt sich weniger nieder.
XKAH Pro – kohlefrei statt Kohle-CO
Elektrisch heizen statt glühende Kohle: kein Kohlenmonoxid aus der Kohle, keine Glut, keine Asche – ideal für Wohnung, Balkon und unterwegs. Preise live & tagesaktuell.
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XKAH Pro – Graphit – Elektrische Smokebox + Battery PackWie ein elektrischer Shisha-Kopf genau funktioniert, erklären wir im Guide Elektrischer Shisha-Kopf (e-HMD). Alle Farben, Sets & Ersatzteile gibt es im XKAH-Pro-Markenshop.
Häufige Fragen zu Shisha in Wohnung & Balkon
Darf man in der eigenen Mietwohnung Shisha rauchen?
Ja. Rauchen – auch Shisha – gehört nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs grundsätzlich zum vertragsgemäßen Gebrauch der Mietwohnung (§ 535 BGB). Ein generelles Rauchverbot in einem vorformulierten Standard-Mietvertrag (Formularklausel) ist in der Regel unwirksam. Wirksam einschränken kann der Vermieter das Rauchen nur durch eine ausdrücklich individuell ausgehandelte Vereinbarung. Eine Hausordnung darf das Rauchen aber im Treppenhaus und in Gemeinschaftsflächen verbieten.
Ist Shisha auf dem Balkon erlaubt?
Grundsätzlich ja, aber unter dem Gebot gegenseitiger Rücksichtnahme. Der BGH (Urteil vom 16.01.2015, Az. V ZR 110/14) hat für Tabakrauch auf dem Balkon entschieden: Solange die Nachbarn nur unwesentlich beeinträchtigt werden, müssen sie es dulden. Ist die Beeinträchtigung wesentlich, läuft es im Regelfall auf eine Gebrauchsregelung nach Zeitabschnitten hinaus – feste Zeiten, in denen geraucht werden darf, und rauchfreie Zeiten für den Nachbarn. Diese Grundsätze gelten sinngemäß auch für Shisha.
Muss mein Nachbar meinen Shisha-Rauch dulden?
Das hängt von der Intensität ab. Maßstab ist nicht das persönliche Empfinden, sondern das eines verständigen durchschnittlichen Menschen (§ 906 BGB). Bloße, unwesentliche Geruchsbelästigung muss geduldet werden; bei wesentlicher Beeinträchtigung ist eine zeitliche Regelung zu finden. Weist der Nachbar eine konkrete Gesundheitsgefährdung nach, ist die Einwirkung immer wesentlich und nicht zu dulden. Beim Rauchen im Freien geht der BGH allerdings davon aus, dass eine konkrete Gesundheitsgefahr für Dritte regelmäßig nicht besteht.
Darf der Vermieter oder die Eigentümergemeinschaft Shisha verbieten?
Im Inneren der eigenen Wohnung (Sondereigentum) kann das Rauchen nicht per Mehrheitsbeschluss generell verboten werden – ein solcher Beschluss wäre mangels Beschlusskompetenz nichtig (§§ 19, 23 WEG). Die Eigentümergemeinschaft darf das Rauchen aber im Gemeinschaftseigentum (Treppenhaus, Flur, Aufzug, Gemeinschaftsräume) per Hausordnung regeln oder verbieten (§ 19 WEG). Der Vermieter kann ein Rauchverbot nur über eine individuelle Vereinbarung, nicht über eine Standard-Formularklausel durchsetzen.
Was passiert, wenn ich im Hotel-Nichtraucherzimmer oder Airbnb Shisha rauche?
Das ist eine Vertragsverletzung. In einer Ferienwohnung, einem Airbnb oder einem als Nichtraucherzimmer gekennzeichneten Hotelzimmer ist Rauchen über die Hausregeln bzw. den Beherbergungsvertrag untersagt. Der Anbieter kann den tatsächlich entstandenen Schaden ersetzt verlangen (Sonderreinigung, Geruchsentfernung, Mietausfall) und das Zimmer fristlos kündigen (§ 543 BGB). Eine pauschale ‘Reinigungsstrafe’ in den AGB ist allerdings oft unwirksam, wenn sie keinen Nachweis eines geringeren Schadens zulässt (§ 309 Nr. 5 BGB; AG Bremen, Az. 7 C 334/14). Zusätzlich kann offene Kohle den Rauchmelder auslösen und einen Feuerwehreinsatz verursachen.
Verfärbt Shisha die Wände – und wer zahlt das?
Tabakrauch kann Wände und Decken langfristig vergilben lassen; bei Shisha geschieht das in der Regel langsamer als beim ständigen Zigarettenrauchen, ausgeschlossen ist es aber nicht. Rechtlich gilt: Solange sich die Verfärbung durch normale Schönheitsreparaturen (Überstreichen) beseitigen lässt, ist sie vertragsgemäßer Gebrauch und löst keinen gesonderten Schadensersatz aus (BGH, Az. VIII ZR 37/07). Erst wenn der Rauch so tief in die Substanz eingezogen ist, dass eine Spezialbehandlung (z. B. Nikotinsperre) nötig wird, haftet der Mieter – und nur dann darf der Vermieter dafür die Kaution einbehalten.
Ist Shisha rauchen in der Wohnung gefährlich?
Die größte akute Gefahr ist Kohlenmonoxid (CO). Beim Verglühen der Kohle entsteht CO – ein farb-, geruch- und geschmackloses, giftiges Gas (‘silent killer’), das man nicht wahrnimmt. In geschlossenen oder schlecht belüfteten Räumen kann es zu einer akuten CO-Vergiftung kommen; Kliniken behandeln solche Fälle regelmäßig. Wichtig: Ein normaler Rauchmelder erkennt CO nicht – dafür braucht es einen separaten CO-Melder. Behörden raten, mit Kohle nur im Freien zu rauchen oder auf kohlefreies, elektrisches Heizen umzusteigen, das gar kein Kohle-CO erzeugt.
Brauche ich für Shisha einen CO-Melder?
Sinnvoll ist er auf jeden Fall, wenn drinnen mit Kohle geraucht wird. Ein gewöhnlicher Rauchwarnmelder (Pflicht in Wohnungen) reagiert nur auf Rauchpartikel, nicht auf das Gas Kohlenmonoxid. Nur ein CO-Melder nach Norm EN 50291 warnt rechtzeitig vor CO. Er gehört auf Atem-/Kopfhöhe, nicht an die Decke. Noch wirksamer ist, die CO-Quelle zu vermeiden: gut lüften, mit Kohle nur draußen rauchen – oder gleich elektrisch/kohlefrei heizen.
- Gesetze: § 535, § 538, § 549, § 543, § 906, § 1004, § 823, § 309 BGB; § 5, § 14, § 19, § 23 WEG; § 22 BImSchG – Bundesamt für Justiz (Gesetze im Internet).
- BGH, Urteil v. 16.01.2015 – V ZR 110/14 (Rauchen auf dem Balkon, Zeitfenster-Lösung).
- BGH, Urteil v. 05.03.2008 – VIII ZR 37/07 (Rauchen = vertragsgemäßer Gebrauch, Grenze Substanzschaden); BGH, Urteil v. 28.06.2006 – VIII ZR 124/05; BGH, Urteil v. 09.02.2018 – V ZR 311/16 (Brand/Grobimmission).
- AG Bremen, Urteil v. 12.06.2015 – 7 C 334/14 (Reinigungspauschale im Hotel); LG Hamburg 311 S 92/10; LG Frankfurt a. M. 2-09 S 71/13; AG München 485 C 28018/13 WEG.
- Landesnichtraucherschutzgesetze der Bundesländer (z. B. LNRSchG Baden-Württemberg, Berliner NRSG).
- Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) – „Wasserpfeife: Kein Zug ohne Risiko“ & FAQ Wasserpfeifen; LAUG/LAGeSo Berlin & Hamburg – Bericht „Kohlenmonoxid-Vergiftungen in Shisha-Betrieben“; Deutscher Feuerwehrverband (CO-Melder); BGN & BAuA/TRGS 900 (CO-Arbeitsplatzgrenzwert); Universitätsklinikum Düsseldorf.
Hinweis: Dieser Beitrag ist eine allgemeine, journalistisch aufbereitete Information und keine Rechtsberatung. Mietrechts- und Nachbarschaftsfragen sind stark einzelfallabhängig; im Konfliktfall hilft eine Mietervereinigung, Haus & Grund oder anwaltliche Beratung. Der Verkauf erfolgt ausschließlich an Personen ab 18 Jahren – die gesündeste Wahl ist, nicht zu rauchen.
